Europäische Bildungsprogramme

Für den Bereich Schule, Hochschule und Erwachsenenbildung gibt es das EU-Bildungsprogamm für lebenslanges Lernen, welches zum 1. Januar 2007 an den Start ging. Es ist das größte Bildungsprogramm in Europa und dauert noch bis 2013 an. Fast sieben Milliarden Euro an Förderung werden in das Programm fließen, das sich an alle Altersstufen richtet. Unterstützt werden soll damit die bildungspolitische Zusammenarbeit der Länder innerhalb Europas und es werden die Programme, die bisher galten (Leonardo da Vinci sowie Sokrates) ersetzt bzw. zusammengeführt. Nicht nur Deutschland und die übrigen Länder der Europäischen Union nehmen an dem Programm teil, sondern auch die Türkei, Kroatien, Island, Norwegen, die Schweiz und Liechtenstein.

Das Programm für lebenslanges Lernen besteht aus vier Einzelprogrammen. Dies sind COMENIUS, welches für die schulische Bildung wichtig ist, ERASMUS, das im Bereich der Hochschulbildung eingesetzt wird, das genannte Leonardo da Vinci, das die berufliche Bildung abdecken soll, sowie GRUNDTVIG. Letzteres Programm richtet sich an die allgemeine Erwachsenenbildung. Alle Altersgruppen werden mit diesen Programmen abgedeckt sowie alle Möglichkeiten des Lernens. Hinzu kommen Ergänzungen zu diesen Programmen, die zum Beispiel durch ein Querschnittsprogramm dargestellt werden. Dieses Querschnittprogramm soll das Lernen von Sprachen sowie die politische Zusammenarbeit fördern.

Hinzu kommt als weitere Ergänzung das Programm JEAN MONNET. Dieses beinhaltet verschiedene Lehrangebote und Vorhaben der Forschung und trägt zur europäischen Integration bei. Zuletzt sei noch eTwinning genannt. Dieses Programm ist ebenfalls Bestandteil des Programms für lebenslanges Lernen und soll die virtuelle Zusammenarbeit der verschiedenen Schulen und Lehreinrichtungen in Deutschland und den übrigen europäischen Ländern fördern. Damit wird auch dem Fakt Rechnung getragen, dass immer mehr Menschen sich für das E-Learning interessieren, welches eine sehr gute Möglichkeit der ständigen Weiterbildung darstellt.

Neue Programme, die ab 2014 und dann bis 2020 laufen sollen, werden derzeit vorbereitet und befinden sich in der Verhandlung. Die Erfolge und Erkenntnisse der bisherigen Programme werden dabei berücksichtigt und ausgebaut.